Andreas Dötsch
Abteilung für Theoretische Biologie der Universität Bonn

Wer bin ich?

Im Wintersemester 99/00 begann ich das Studium der Biologie hier an der Bonner Uni. Während des Hauptstudiums habe ich eine gewisse thematische Vielfalt an Blöcken absolviert, die sich auch in meinen Prüfungsfächern widerspiegelt. Ich absolvierte meine Diplomprüfungen in den Fächern Theoretische Biologie (mit Schwerpunkt Mikrobiologie), Zoologie (Evolutionsbiologie) und Philosophie.

Ich war Sommer 2002 bis Oktober 2006 Mitglied der Abteilung für Theoretische Biologie.
Inzwischen bin ich Doktorand am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig.

Etwas über meine Aktivitäten außerhalb der Uni kann man auf dieser Seite erfahren: www.pfadfinder-bassenheim.de

Osmoadaptation in halophilen Mikroorganismen

Im April 2005 vollendete ich meine Diplomarbeit unter dem (etwas länglichen) Titel "Mathematische Modellierung von Wachstum und Produktion kompatibler Solute eines halophilen Eubakteriums, Halomonas elongata." Der praktische Teil der Arbeit entstand im Labor der Arbeitsgruppe von Erwin A. Galinski in der Bonner Mikrobiologie. Inhalt der Arbeit war die Entwicklung eines mathematischen Modells für das Wachstum des Halophilen H. elongata in salzhaltiger Umgebung. Der Organismus produziert das Kompatible Solut Ectoin zur osmotischen Anpassung des Cytoplasmas. Die Beschreibung dieser Osmoadaptation ist ein Hauptbestandteil des Modells. Auch nach der Diplomarbeit beschäftigte ich mich noch weiter mit dem Thema. Inzwischen ist daraus noch ein Poster entstanden, das auf der Jahrestagung 2005 der VAAM ausgestellt wurde. Eine Publikation der neueren Erkenntnisse ist zur Zeit in Arbeit.

Die bisherigen "Publikationen" zum Download:

Modellierung sozialer Interaktionen in Mikroorganismen

Interaktionen zwischen Mikroorganismen sind vielfältig und werden immer öfter auch als "sozial" betitelt. Die größte Vielfalt findet sich in bakteriellen Biofilmen, einer Wachstumsstrategie, in der Bakterien Eigenschaften entwickeln können, die in den lange Zeit vorherrschenden Flüssigkulturen nie beobachtet wurden. Verbunden mit dieser "sozialen" Lebensweise ist das Auftreten interzellulärer Interaktionen von Kommunikation über Signalstoffe (etwa beim Quorum sensing) bis zum gegenseitigen Abtöten durch toxische Stoffe. Biofilme lassen sich besonders gut durch Individuen-basierte Modelle (IbM) beschreiben (siehe hierzu u.a. die Seiten von Jan Kreft).

Im Rahmen meiner Doktorarbeit beschäftige ich mich derzeit mit Interaktionen in Biofilmen von Pseudomonas aeruginosa. Ein Schwerpunkt ist dabei das Auftreten von phänotypischer Differenzierung im Biofilm. Seit Oktober 2006 bin ich als Mitglied des European (Danish/German) Graduate College: “Pseudomonas: Pathogenicity and Biotechnology” tätig in der Arbeitsgruppe "Chronische Pseudomonas Infektionen" von Susanne Häußler am HZI in Braunschweig.